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Montag, den 18. August 2014

Kaffee am Montagmorgen (158)

Abgelegt unter: Kaleidoſcop,Politik — Schlagwörter: , , , — Hausherr @ 7:59 Uhr

 


Er sagt es recht deutlich, finde ich. Die Russen sind nicht unser Problem. Langfristig sind sie Teil der Lösung. Als wichtiges Bollwerk gegen den sich ausbreitenden Islamismus zum Beispiel. Insbesondere auch, weil die schon sicher geglaubte Türkei als solches durch die Politik Erdogans zusehends ausfällt. Die amerikanischen Mittel der Islamismusbekämpfung haben der Welt ein destabilisiertes, durch (nur graduell verschieden bronzezeitlich fanatisierte) Stämme regiertes, in Fragmente zerfallenes Afghanistan, ein seit Jahrzehnten kurz vor dem Islamismus stehendes Pakistan, das Atomwaffen hat und bei dem man den Eindruck gewinnt, daß Teile dessen Miltärs nur wenige Millimeter davon entfernt sind, irgendwelche Radikalinskis damit auszustatten, des weiteren ein terrorfinanzierendes Saudi-Arabien, das trotzdessen das Wohlwollen der USA genießt, schließlich Al Quaida und, im Nahen Osten und nahezu ganz Nordafrika sich seuchenartig ausbreitend, islamistische Terrorbanden, gegenwärtig unter anderem gipfelnd als „Islamischer Staat“, beschert. Das ist so offensichtlich wenig erfolgreich, vielmehr ein grandioses Scheitern auf allen Ebenen.

Eine strategisch denkende Stimme der Vernunft, unter anderem wider die Hampelfraupolitik der Bundesregierung, hat uns verlassen.

Sie wird uns fehlen.

Peter Roman Scholl-Latour (* 9. März 1924; † 16. August 2014) – Wikipedia

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