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Montag, den 3. August 2015

Windows – Webte oder Html als Desktophintergrund – Der Active Desktop iſt wieder mögli

Vorweg:

Man kann sich die Finger wund suchen, wenn es um einen adäquaten Ersatz für den „Active Desktop“ geht, den es einst unter Windows XP gegeben hatte. Mit Einführung des Internet Explorer 7 funktionierte der „Active Desktop“ bereits unter XP nicht mehr. Das ist nun etliche Jahre her. Sämtliche der als Ersatz dargebotenen Alternativen, seien es Gadgets, Sidebar sowie diverse Programme (z.B. WallpaperWebPage) erweisen sich als nicht adäquat bis vollkommen untauglich.

Am ehesten genügt noch das Programm „AveDesktopSites“ als Ersatz, hat jedoch erhebliche Nachteile: Es funktioniert nur auf 32-Bit-Systemen, der Bildschirmhintergrund ist nicht aktiv, sondern nur die graphische Abbildung einer Internetseite, und es produziert immer mal wieder Fehlermeldungen des Windows Explorers.

Dennoch ist es für einige Nutzer und Internetseiten noch immer die bessere Alternative im Vergleich zu der Variante, die ich gleich vorstelle, denn man kann mehrere Seiten gleichzeitig verwenden und deren Position auf dem Desktop festlegen, es läßt sich in „AveDesktopSites“ ein Aktualisierungsintervall einstellen, was bei dem nachfolgenden nicht möglich ist.

Bei der von mir vorgestellten Möglichkeit muß das Aktualisierungsintervall als Java-Script in der HTML der Seite selbst hinterlegt sein, was leider nur selten der Fall ist. Für die Seite, die ich als Bildschirmhintergrund verwende, trifft das allerdings glücklicherweise zu, diese aktualisiert sich im 20-Minuten-Takt.

Und schließlich: Die Einrichtung ist umständlich, es bedarf des weiteren eines „Workarounds“ und dafür eines zusätzlichen Programms (AutoHotkey), um den aktiven Bildschirmhintergrund gleich nach Windows automatisch starten zu lassen und scrollen des Hintergrundes ist nicht möglich.

Aber es funktioniert, auch auf 64-Bit-Systemen, am Ende ist es ein echter „Active Desktop“. Das heißt, vorhandene Links können geklickt werden, die Seite befindet sich tatsächlich im Hintergrund, auf dem Desktop abgelegte Symbole und Verknüpfungen sowie darauf befindliche Gadgets bleiben vor dem Hintergund sichtbar, im Gegensatz zu anderen Ersatzprogrammen wird die Taskleiste respektiert, egal wo sie positioniert wurde (bei mir beispielsweise links), genauso wie eine eventuell vorhandene Sidebar, wenn diese entsprechend konfiguriert wurde. So will ich das haben:


Einrichtung:

Ich habe eine kleines Paket geschnürt, welches alle notwendigen Programme und Scripte enthält und hier heruntergeladen werden kann.

Richten Sie sich 3 Ordner ein, in die Sie die jeweiligen Archive entpacken wollen. Entpacken Sie zunächst die „ActiveDesktop.zip“ in einen eigenen Ordner, anschließend entpacken Sie die darin befindliche „AutoHotkey104805.zip“ in den nächsten eigenen Ordner. Wiederum in einen eigenen, den dritten Ordner entpacken Sie „AveActiveDesktop-master.zip“.

Installieren Sie AutoHotkey durch Ausführung der „AutoHotkey104805_Install.exe“. Wenn Sie es bisher nicht benötigten, dann brauchen Sie das Programm wahrscheinlich auch nie wieder. Dessen Installation ist jedoch notwendig, damit ihr Rechner das beiliegende Script „ClickRightLeftDesktop.ahk“ versteht und entsprechend ausführen kann. Und das wiederum ist erforderlich, damit der Active Desktop gleich nach Start von Windows sauber läuft. Dieses Script simuliert einen rechten und anschließend einen linken Mausklick auf eine leere Stelle des Desktops. Es handelt sich also um den oben erwähnten „Workaround“, der leider nötig ist, da „AveActiveDesktop-master“ den Bug enthält, beim Windows-Start erst nach einem rechten Mausklick auf einen leeren Bereich des Desktops zu starten. Damit das mit dem Rechtsklick aufgerufene Kontextmenü gleich wieder verschwindet, simuliert das Script noch einen unmittelbar folgenden linken Mausklick, wiederum auf eine leere Stelle des Desktops. Verschieben Sie also das Script in einen Ordner, in welchem Sie es dauerhaft ablegen können und es nicht weiter stört. Anschließend Rechtsklick auf die Datei und „Edit Script“ aufrufen. Sie sehen folgendes:

Sie sollten das Script nun Ihren Gegebenheiten anpassen. Die jeweils erste Zahl gibt die Position von links in Pixeln auf Ihrem Bildschirm an, die zweite Zahl die Position von oben. Achten Sie darauf, daß auch die zweite Mausposition (Zeile 6 im Script) einen leeren Bereich des Desktops trifft, und nicht etwa einen Punkt des mit dem vorherigen Rechtsklick aufgerufenen Kontextmenüs auswählt. Anschließend speichern und schließen.

Jetzt muß sichergestellt werden, daß dieses Script bei jedem Start von Windows automatisch aufgerufen wird:
Systemsteuerung -> Verwaltung -> Aufgabenplanung

Rechts unter „Aktionen“ wählen Sie „Aufgabe erstellen“

Geben Sie der Aufgabe einen Namen Ihrer Wahl, anschließend weiter mit dem Reiter „Trigger“ -> Neu…

Vorsicht! Die vorbelegten 30 Sekunden sind zu kurz, nehmen Sie wenigstens 1 Minute! Besser Sie nehmen einfach die oben gezeigten Einstellungen, sie können später bei Bedarf noch angepaßt werden.
Weiter geht es mit dem Reiter „Aktionen“ -> Neu

Hier muß die Verkknüpfung zum Script eingetragen werden, also wählen Sie „Durchsuchen…“ und wählen das Script.
Weiter mit dem Reiter „Bedingungen“, sämtliche Haken entfernen. Es folgt zuletzt der Reiter „Einstellungen“:

Mit Klick auf „OK“ wird die Aufgabe gespeichert, die Aufgabenplanung kann geschlossen werden. Damit haben Sie den schwierigsten Teil hinter sich.

 

Der Rest ist relativ einfach: Gehen Sie in den Ordner, in welchen Sie AveActiveDesktop-master entpackt haben. Abhängig von Ihrem Betriebssystem muß nun im Ordner 32bits oder 64bits die Datei „register.bat“ per Rechtsklick als Administrator ausgeführt werden. Anschließend öffnen Sie die sich im selben Ordner befindende Datei „htmlbg.vbs“. Im sich öffnenden Fenster tragen Sie den URL der Seite ein, die Sie zu Ihrem Bildschirmhintergrund erkoren haben. Es versteht sich von selbst, daß es sich um eine Seite handeln sollte, der Sie auch vetrauen. Sie können ebenso eine lokal auf Ihrem Rechner oder in Ihrem Netzwerk gespeicherte HTML-Datei auswählen:

 

Für jene, die eine Internetseite ausgewählt haben, die sich selbständig durch ein eingebautes Java-Script aktualisieren kann, muß noch eine Einstellung im Internet Explorer angepaßt werden:

Wichtig ist hier, „Bei jedem Zugriff auf die Webseite“ auszuwählen:


 

Wenn Sie es bis hierher geschafft haben: Herzlichen Glückwunsch! Ihr Active Desktop ist eingerichtet!

Montag, den 9. Juni 2014

Die Tode, die man rief

Abgelegt unter: Agemein,Kaleidoſcop — Schlagwörter: , , , — Hausherr @ 12:11 Uhr

Mir ist bisher kein Haus, kein Gebäude bekannt, das jünger ist als 80 Jahre, in welchem ich leben wollte. Keines. 0.
Und wenn man sich anderswo darüber wundert, wieso ganze Stadtteile (zu) Geisterstädte(n) (geworden) sind, so wundere ich mich, daß man sich darüber wundert.
Geplante und vollendet betonierte Sterilität in Städten und Gemeinden führe ich ganz wesentlich darauf zurück, daß man deren Beschreibung mit den Begriffen Wohneinheit mal x, Gewerbeeinheit mal y, Baukörper und Element mal z bereits vollendet hat. Gibt man noch deutsche Besonderheiten hinzu, beispielsweise die Genehmigungs- und Schallschutzpflicht für Kindergärten in „Wohnvierteln“ oder die Möglichkeit, quakende Frösche oder jahrhundertelanges Kirchengeläut wegzuklagen, so schlägt jeder alte Stadtfriedhof solche Viertel in Sachen Lebensqualität um Längen.

Versuchen Sie doch mal, sich vorzustellen, was geschähe, wenn jemand in diesen Straßen, deren trostlosen Antlitzes Sie sich über den obigen Link vergewissern können, ein paar Tische und Stühle auf den Bürgersteig stellte, um beispielsweise mit Nachbarn zu speisen, dem Wein zu frönen und genüßlich einige Zigarren zu rauchen. Einmal abgesehen davon, daß einem die Lust darauf umgeben von so reichlich, allein schon architektonischer Trostlosigkeit alsbald vergeht, wenn sie denn je aufkam – was würde geschehen? Wie lange würde es wohl dauern, bis irgendein innerlich oder auch äußerlich Uniformierter einen Genehmigungswisch verlangt? Jeder Meter Haus, Straße, Weg und Platz dort läßt den Stock im Arsch strammstehen und die Korinthen sich in Reih und Glied ausrichten.

Die Spielplätze und Spielstraßen sind leer, ebenso die Begegnungsflächen und Sitzbänke.

Allein schon 2 Begrifflichkeiten in obigem Zitat sollten verdeutlichen, wo es hakt: Begegnungsfläche und Spielplatz. Wenn ich Menschen treffen will, ist eine „Begegnungsfläche“ das letzte, was mir vorschwebt. Sind Sie gerade dem Link gefolgt? Und, was meinen Sie? Wird das die „Begegnungsfläche“ sein, die ein Fünfzehnjähriger für seinen Flirt mit seiner vierzehnjährigen Freundin aufsucht?
Und wenn Kinder nicht nahe dran spielen können, wo es ihnen gerade kommt, ist alle Planung sinnlos.

Vollendet veredelte Spießigkeit. Die deutsche Form der amerikanischen Vorstadt gebiert die deutsche Form himmlischer Familien. Trautes Heim, Glück zu zwein, zu drein… Begegnungsflächen allein.

Und nun denken Sie sich, Sie wären männlich und 11 und hatten Glück, denn Mama hat es trotz Bedenken wegen der Nachbarn erlaubt, und wollten nun mit ihrem Kumpel „bolzen“: Wohin gehen Sie? Hierhin? Wie lange werden Sie bleiben dürfen?

Daß Leben dort am besten gedeiht, wo Planung und Regelung rechtzeitig aussetzen, ist den Hirnen von heutigen Stadtplanern und Architekten ohnehin nur schwer zu vermitteln, die letztlich aber die Meinungshoheit haben. Traurig ist, daß es noch nicht mal versucht wird, wo man es versuchen könnte – in den Bildungsstätten. (Wobei auch dieser Begriff das Problem schon wieder andeutet.) Das aber wäre die Voraussetzung, damit es irgendwann auch bis in die Spießerhirne durchdringt.

Und so lebt nur das, was Planung übrigläßt – Flimmerbilder in „Wohnzimmern“ in „Wohneinheiten“ neben leeren „Begegnungsflächen“ in „Wohnvierteln“. Wen es stört, der sollte versuchen, ein „Wohnviertelgemeinschaftsfernsehprogramm“ zu etablieren, dann verschwinden die Flimmerlichter in den „Wohnzimmern“ vermutlich auch bald. Schöne neue Welt.

Mittwoch, den 14. November 2012

Was der „Stern“ verbieten laen kann

Abgelegt unter: Agemein,Politik,Zenſur — Schlagwörter: , , , , — Hausherr @ 13:24 Uhr

Man fragt sich. Man fragt sich immer wieder, was in diesem Land alles möglich ist inzwischen. Dem, der hier schon gelesen hat, oder dem, der mich kennt, wird meine Haltung zur FDP nicht verborgen geblieben sein, die zusammengefaßt lautet:

Die FDP ist

– korrupt
– parasitär
– sozialneidisch
– heuchlerisch

also in vielerlei Hinsicht menschenverachtend und folglich überflüssig.

Doch taugt sie bis zu ihrem hoffentlich alsbaldigen Untergang noch immer als kleiner Lakmustest, welche völlig freidrehende Presse-Justiz und -Rechtsprechung wir in Deutschland haben. Und den veranlaßte sie auch noch selbst, weshalb man um eine gewisse Dankbarkeit nicht herumkommt.

Ausgangspunkt ist ihr Gang an die Öffentlichkeit, nachdem sie sich vom „Stern“ mit einem gewiß unangenehmen Fragenkatalog konfrontiert sah.

Der „Stern“, offensichtlich kein Sturmgeschütz der Demokratie, hatte daraufhin nichts eiligeres zu tun, als zur berüchtigten Zensurkammer in Hamburg zu laufen, um der FDP die öffentliche Auseinandersetzung mit diesen Fragen untersagen zu lassen.

Und wenig überraschend: Er kam damit durch. Vorerst. Wie immer vorerst, was in Deutschland gleichbedeutend ist mit für die nächsten Wochen, Monate, Jahre.

Frei übertragen also kann ich sagen: Ich verachte das, was die FDP sagt, schreibt, meint und vor allem das, was sie repräsentiert, aber ich werde mich dafür einsetzen, daß sie es sagen, schreiben, meinen und repräsentieren darf. Darum wird dieser Fragenkatalog samt der Antworten der FDP hier veröffentlicht, wo er dem Zugriff der Hamburger Meinungs-, Freiheits- und Demokratiefeinde in Robe entzogen ist:

Zunächst die Quelle:

https://www.facebook.com/FDP.Liberte/posts/446295172101051?_fb_noscript=1

Wie lange die weitere Zensurbegehren übersteht, weiß kein Mensch. Ursprünglich stand das mal hier:

http://www.fdp.de/FDP-Wir-stehen-fuer-Transparenz/3822c16474i1p204/index.html

Übrigens, bevor Sie nun lesen, was der Stern fragte und die FDP dazu meinte, vergegenwärtigen Sie sich bitte auch, daß eine besondere Ironie in der Tatsache liegt, daß ausgerechnet die FDP als Befürworterin und maßgebliche Förderin des Leistungsschutzrechts schonmal die Früchte ihrer eigenen Saat (vor)kosten darf.

Und nun los:

Fragen des „stern“ und Antworten der FDP:

Die „stern“-Redaktion hat der FDP-Bundesgeschäftsstelle einen umfangreichen Fragenkatalog geschickt. Der Sprecher der FDP, Wulf Oehme, hat diese Fragen beantwortet. Im Sinne weitest möglicher Transparenz veröffentlichen wir hier die Fragen und die Antworten, wie wir es bereits vor einigen Tagen bei „Monitor“-Fragen getan haben:

1) Wer bezahlt die Mitarbeiter des Liberalen Parteiservice (LIPS) für deren Tätigkeit für die FDP? Falls diese Bezahlung durch den LIPS geschieht: Wer honoriert den LIPS dafür?

Der Liberale Parteiservice (LiPS) ist eine gemeinsame Arbeitseinheit der Bundespartei und aller Landesverbände zur Erledigung gleichartiger Aufgaben: insbesondere Buchhaltung und Rechenschaftslegung, Mitgliederverwaltung, gemeinsame Kampagnen, EDV-Verbund etc.

Er arbeitet nach einem eigenen Budget, das die Konferenz der Landesschatzmeister und des Bundesschatzmeisters jährlich aufstellt.

Alle vom Liberalen Parteiservice zu erledigenden Dienste werden von externen Partnern erbracht.

Diesen Dienstleistungen liegen entsprechende Verträge zu Grunde, in denen auch die Vergütung geregelt ist. Für alle diese gemeinsamen Aufgaben gilt, dass die Bundespartei 50 % und die Gemeinschaft der Landesverbände ebenso 50 % der Kosten trägt.

Darüber hinaus ist der Liberale Parteiservice auch für einzelne Gliederungen tätig. Diese dann nur einzelnen Landesverbänden oder der Bundespartei zu Gute kommenden Dienste werden dann auch nur von der beauftragenden Gliederung vergütet.
Die Einzelheiten des LiPS-Angebotes sind nachzulesen unter www.lips-fdp.de.

2) Eine ganze Reihe von Funktionsträgern der FDP-Bundesgeschäftsstelle, die in Ihrem jüngsten Organigramm aufgeführt sind, füllen zugleich Funktionen in mit der FDP verbundenen Firmen bzw. bei Eschweiler & Partner aus. Werden die folgenden Funktionsträger von der FDP für ihre Tätigkeiten bezahlt? Wenn nein, wer bezahlt deren Tätigkeiten? Hier die Mitarbeiter:

Christian Graf Dohna (Geschäftsführer des Bundesschiedsgerichts)

Frauke Sander (Organisationsdienstleistungen des LIPS)

Christian Renatus (Beauftragter für die Wahlkampf-Koordination)

Walter Eschweiler (Bevollmächtigter des Schatzmeisters)

Johann Henning (LIPS Finanzdienstleistungen)

Aus der unter 1) beschriebenen Struktur folgt, dass einzelne Personen für bestimmte Tätigkeiten auch im Organigramm der Bundespartei aufgeführt werden. Das ist dann der Fall, wenn die entsprechende Leistung nur von externen Mitarbeitern erbracht wird.

Zu den von Ihnen nachgefragten Einzelpersonen:

Christian Graf Dohna ist Geschäftsführer des Bundesschiedsgerichtes und des Bundessatzungsausschusses. Er wird in dieser Funktion direkt von der Bundespartei honoriert.
Darüber hinaus ist Graf Dohna auch für Satzungsberatung und Wahlrechtsfragen aller Gliederungen der Partei verfügbar. Diese Dienste werden über den Liberalen Parteiservice angeboten und von diesem über das bereits erwähnte gemeinsame Budget vergütet.

Frauke Sander ist für den Liberalen Parteiservice für alle gemeinsamen Organisationsdienstleistungen zuständig. Sie wird aus dem gemeinsamen LiPS-Budget über ihren Arbeitgeber, die Firma Eschweiler & Partner GmbH vergütet. Seit dem
1. 1.2011 ist Frauke Sander auch Partnerin (Mitgesellschafterin) in der Firma Eschweiler & Partner GmbH.

Christian Renatus ist Ansprechpartner aller Parteigliederungen für Wahlkampfberatung und Wahlkampkoordination. Er ist Vorstand der Universum Kommunikation und Medien AG. Seine Inanspruchnahme und Vergütung wird über Einzelverträge der Gliederungen oder – wenn diese Leistungen von der Gesamtpartei beansprucht werden – über den LiPS-Haushalt mit der Gesellschaft geregelt. Für die Funktionen in der Bundespartei erfolgt die Abrechnung und Vergütung aus einem entsprechenden Einzelvertrag. Dieses Beratungsverhältnis mit der Bundespartei ist ein regelmäßiges. Deshalb ist Christian Renatus im Organigramm der Bundespartei ausgewiesen.

Karl Walter Eschweiler ist Bevollmächtigter des Bundesschatzmeisters und wird als solcher direkt und ausschließlich von der Bundespartei vergütet.

Karl Walter Eschweiler ist darüber hinaus Gesellschafter und Geschäftsführer der Firma Eschweiler & Partner GmbH. Er koordiniert insoweit auch alle Dienstleistungen, die diese Gesellschaft für den Liberalen Parteiservice erbringt, wird aber aus dem LiPS-Haushalt nicht weiter vergütet.

Als Bevollmächtigter des Bundesschatzmeisters vertritt Karl Walter Eschweiler die Partei auch in den einschlägigen Gremien der Beteiligungsgesellschaften.

Johann Henning ist für den Liberalen Parteiservice tätig und verantwortet die gesamte Administration der Zuwendungen (Beiträge und Spenden) an alle Gliederungen der Partei. Er wird aus dem gemeinsamen LiPS-Budget über seinen Arbeitgeber, die Firma Eschweiler & Partner GmbH, vergütet.

3) Anders als bei anderen Parteien üblich ist die FDP nicht selbst die Inhaberin ihrer Internetdomain. Stattdessen fungiert die Firma Comdok als Inhaberin der Domains fdp, fdp-fraktion sowie lips-fdp.de.

Seit Beginn der Internet-Kommunikation arbeitet die FDP mit IT-Dienstleistern zusammen. Für den gesamten Hardware- und Emailbereich ist dies die Firma Comdok GmbH. Teil dieses Dienstleistungsverhältnisses und geschäftsüblich ist auch die Bewirtschaftung der erforderlichen Domains. Die Gebühr, die für diese Domains an die Lizenznehmer der DENIC zu zahlen ist, (€ 60,- zzgl. MwSt. pro Jahr), wird der FDP jährlich von der Comdok GmbH in Rechnung gestellt.
Die Comdok administriert also diese Domains, hat aber keine Rechte von der FDP erworben und folglich auch nichts dafür an die FDP bezahlt.

4) Am 28. Januar 1999, aber mit Wirkung vom 31.12.1998, kaufte die Firma Comdok der FDP (bzw. deren Treunehmer Gunter Krüger) 35 Prozent der Anteile an der p.altmann-druck GmbH (der späteren Universum GmbH) ab und zahlte dafür 1,25 Millionen DM. Mit Kaufvertrag vom 24. Juli 2002 übernahm Herr Krüger – offenbar als Treunehmer der FDP – diese Anteile zurück. Sind Sie bereit, uns Einsicht in die Verträge über den Ver- sowie den Rückkauf dieser Anteile zu geben?

Aus dem so genannten Altvermögen der LDPD übernahm die FDP im Jahre 1996 die Druckerei Altmann GmbH von der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (vorher: Treuhandanstalt) sowie in gleichem Zuge das dazu gehörende Betriebsgrundstück. Die Übernahme war Teil einer durch Vergleich abgeschlossenen Gesamtabwicklung des Altvermögens. Die Partei verpflichtete sich zur Fortführung des Betriebes für 10 Jahre.
Selbstverständlich machte diese Investition nur einen Sinn, wenn alle Drucksachen der Partei auch dort hergestellt werden. Diese Drucksachen erscheinen seit Jahrzehnten im Liberal-Verlag, der seinerseits die Herstellung und Logistik bis zum Erwerb der Firma Altmann über die Comdok GmbH abwickeln ließ. Zwischen beiden Unternehmen – Altmann GmbH und Comdok GmbH – wurde seinerzeit die Perspektive eines gemeinsam zu errichtenden und zu betreibenden Druck- und Logistikzentrums entwickelt. Die Partei stand einer solchen Perspektive positiv gegenüber und war deshalb bereit, der Comdok GmbH in diesem Zusammenhang eine Beteiligung an der Firma Altmann zu veräußern. Diese Veräußerung wurde am 28. Januar 1999 vollzogen. Der Kaufpreis betrug 1,25 Mio. DM.

In der Folge entwickelten sich die Unternehmensperspektiven unterschiedlich. Die Comdok GmbH entschied sich letztlich für den Ausbau ihrer Logistik-Einheit in St. Augustin bei Bonn; in der FDP wuchs die Überlegung, die bis dato von der Comdok erbrachten Herstellungsleistungen in die Verlagskompetenz der Universum Gruppe zu geben.

Als Folge dieser divergierenden Perspektiven erwarb die Partei den Anteil im Jahre 2002 zurück.

Gegen eine Einsichtnahme in die entsprechenden Verträge bestehen prinzipiell keine Bedenken. Es wäre jedoch so unüblich, dass wir zuvor gern Ihr Erkenntnisinteresse erführen.

5) Welchen Preis zahlte Herr Krüger im Auftrag der FDP für den Erwerb dieser Anteile im Jahr 2002?

Herr Krüger kaufte die Anteile am 24.07.2002 zum Preise von € 716.000.

6) Kaufte Herr Krüger als Treunehmer der FDP diese Anteile direkt von der Comdok oder über den Umweg über die p.altmann-druck GmbH?

Herr Krüger handelte als Treuhänder der FDP und kaufte direkt von der Comdok.

7) Was antwortet die FDP auf den potentiellen Vorwurf, sie hätte sich von der Friedrich-Naumann-Stiftung (zu 95 Prozent Eigentümerin der Comdok) über die zeitweilige Übernahme von Anteilen der p.altmann-druck GmbH eine unzulässige Parteienfinanzierung verschafft?

Der von Ihnen als möglich betrachtete Vorwurf einer illegalen Parteienfinanzierung wäre schon deshalb unsinnig, weil die Comdok als Beteiligungsvermögen der Friedrich-Naumann-Stiftung einen erheblichen finanziellen Gewinn aus dieser Transaktion gezogen hat.

8 ) Am 12.12.2000 verkaufte die FDP den „liberal“-Verlag für 500 000 DM an die Universum Verlagsanstalt, die damals zur Hälfte der p.altmann-druck und damit teilweise der Friedrich-Naumann-Stiftung (über die Comdok) gehörte. Was antwortet die FDP auf den potentiellen Vorwurf, sie hätte sich auf diesem Weg von der Friedrich-Naumann-Stiftung eine unzulässige Parteienfinanzierung verschafft?

Auch dieser von Ihnen für möglich gehaltene Vorwurf einer unzulässigen Parteienfinanzierung wäre abwegig. Der Verkauf des Liberal-Verlages an die Universum Verlagsanstalt hat keinerlei Betriebsmittel der Stiftung oder der Firma Altmann gebunden. Für die Finanzierung des Ankaufs hat der Verlag keine Gesellschaftermittel benötigt. Bilanziell handelte es sich bei der Transaktion aus der Sicht des Verlages um einen ergebnisneutralen Aktivtausch. Der Ankauf blieb folglich ohne jeden Einfluss auf ein ausschüttungsfähiges Betriebsergebnis, konnte deshalb weder der Altmann GmbH, noch der Comdok GmbH und auch nicht der Stiftung zum Nachteil gereichen.

9) Auf der Gesellschafterversammlung der Firma „liberal“-Verlag GmbH vom 25. März 1999 war der Protokollant der Geschäftsführer von Comdok, Herr Rapsilber. Er trug außerdem den Bericht über den Geschäftsverlauf vor, obwohl der tatsächliche damalige Geschäftsführer, Herr Goebel, anwesend war. Wurde der „liberal“-Verlag damals tatsächlich von Herrn Rapsilber geführt? Führten Herr Rapsilber beziehungsweise die Comdok das operative Geschäft des „liberal“-Verlages auch bis zur jüngsten Löschung des „liberal“-Verlages oder waren sie an dieser Geschäftsführung zumindest beteiligt? Wenn ja, wurden die Leistungen des Herrn Rabsilber oder der Comdok stets ordnungsgemäß honoriert?

Wie schon zu Ihrer Frage 4 ausgeführt, besorgte die Comdok GmbH bis zur Einbindung des Liberal-Verlages in die Universum Verlagsgruppe das gesamte operative Geschäft des Verlages. Der Verlag stand bis zum Verkauf im Jahre 2000 im 100-%igen Eigentum der FDP. Die Organstellung des Geschäftsführers oblag dem Pressesprecher der Partei, weil dieser auch Chefredakteur des wesentlichen Verlagsproduktes – der Mitgliederzeitschrift der FDP – war.

Der Lagebericht und das Geschäftsergebnis wurde entsprechend der Aufgabenverteilung vom Verantwortlichen für das operative Geschäft – also der Comdok GmbH, vertreten durch Ihren Geschäftsführer – vorgetragen und erläutert.

Das operative Geschäft wurde durch die Comdok bis zum Verkauf des Verlages an die Universum Verlagsanstalt geführt (vgl. auch Frage 4).
Seit der Umgliederung war Herr Rapsilber nicht mehr für das operative Geschäft – auch nicht teilweise – verantwortlich. Der zu diesem Zeitpunkt beendete Geschäftsbesorgungsvertrag war geschäftsüblich dotiert und nach unserer Überzeugung nicht nur die Kosten deckend, sondern Gewinn bringend.

10) Wie hoch waren die jährliche Aufträge des „liberal“-Verlags an Comdok in den letzten zehn Jahren? War die Honorierung kostendeckend für Comdok?

Seit der Umgliederung im Jahr 2000 erledigt die Comdok GmbH keine nennenswerten Aufgaben mehr für den Liberal-Verlag. Es gibt aber noch Umsätze im von Ihnen nachgefragten Zehnjahreszeitraum. Im Jahre 2003 betrug der Gesamtumsatz noch
€ 28.850,85 (netto), weil die Comdok erste Arbeiten für die Umstellung der Adressdatenbanken auf Navision erbrachte.

Dieses Softwareprojekt ging anschließend auf die Universum-Online AG über, die sich zwischenzeitlich als Navision-Kompetenzzentrum entwickelte. Danach wurden mit der Comdok nur noch Umsätze für Adress-Selektionen aus einer der Comdok GmbH gehörenden Interessentendatenbank getätigt, die zwischen € 8.343,10 im Jahre 2008 und € 2.617,37 – jeweils netto – im Jahre 2012 lagen.

11) In der erwähnten Gesellschafterversammlung der Firma „liberal“-Verlag GmbH vom 25. März 1999 wurde auch die Veräußerung des Dienst-Kfz des Verlages beschlossen. Trifft es zu, dass der damalige FDP-Sprecher und Verlagsgeschäftsführer, Goebel, dieses Dienst-Kfz auch für Parteizwecke nutzte? Hat die FDP dem „Liberal“-Verlag die entsprechenden Kosten erstattet?

Das trifft zu. Wie erwähnt, war der Pressesprecher der FDP als Chefredakteur der Mitgliederzeitschrift der Partei auch Geschäftsführer des Liberal-Verlages. Für diese Funktionen stand ihm ein Gehalt zu, das im Wege der Gehaltsumwandlung auch zur Bereitstellung eines Dienstfahrzeuges führte. Da der Verlag im 100-%igen Eigentum der Partei stand, ist die Nutzung des Fahrzeuges durch Herrn Goebel auch für Parteizwecke wirtschaftlich ohnehin, aber nach selbstverständlich ordnungsgemäßer Versteuerung auch fiskalisch in keiner Weise zu beanstanden.

12) Herr Klaus Floto, der verschiedentlich als Treuhänder für die Friedrich-Naumann-Stiftung bzw. die Gauselmann-Gruppe auftritt, ist auch mit 1,2 Millionen Euro Kommanditist bei der Reinhardtstraßenhöfe GmbH & Co KG, bei der auch die FDP in großem Umfang Kommanditistin ist. Ist Herr Floto dort Kommanditist auf eigene Rechnung oder ist er Treuhänder/Treunehmer für andere? Wenn ja, für wen?

Herr Dr. Floto ist auf eigene Rechnung Kommanditist der Reinhardtstraßenhöfe GmbH & Co. KG.

13) Vor gut zehn Jahren kündigte die SPD an, sie würde bei der Verwaltung von Parteivermögen aus Gründen der Transparenz keine Treuhänder mehr einsetzen. Ist die FDP zu einem ähnlichen Schritt bereit?

Uns ist nicht bekannt, ob dritte Beteiligte am Parteivermögen der SPD als Treuhänder für andere agieren. Aufgrund der Struktur des Vermögens halten wir es aber durchaus für wahrscheinlich. Die Partei selbst lässt sich nach unserem Kenntnisstand auch heute noch durch den jeweiligen Parteischatzmeister als Treuhänder vertreten.

Bei der FDP ist der Bundesschatzmeister – anders als bei der SPD – ehrenamtlich und ohne Vergütung tätig. Die entsprechende Treuhandstellung wird deshalb durch den Bevollmächtigten des Bundesschatzmeisters übernommen. Das waren bis 2003 die Herren Krüger und Eschweiler, seitdem ist es nur noch Herr Eschweiler.

Treuhänderische Beteiligungen gehören im Übrigen nach der Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland zur selbstverständlichen ökonomischen Gepflogenheit und sind nicht zu beanstanden. Insbesondere verletzen sie keinerlei Bestimmung des Parteiengesetzes. Das Parteiengesetz sieht im Gegenteil derzeit überhaupt keine Informationen über die Mitgesellschafter von Parteiunternehmen vor, so dass aus einem Verzicht auf Treuhänder auf der Mitgesellschafter-Seite, keinerlei Erkenntnisgewinn folgen würde.

Gegenüber der Finanzverwaltung sind Treuhandverhältnisse ohnehin offen zu legen. Das ist deshalb ein wichtiger Hinweis, weil alle Prüfungen der gesellschaftlichen Beziehungen durch die Finanzverwaltung regelmäßig auch die Frage umfassen, ob etwa unangemessene Finanzströme zu verzeichnen sind. Dies ist schon für die steuerlich relevanten Tatbestände der verdeckten Einlage oder Gewinnausschüttung eine wirksame Barriere , würde aber selbstverständlich auch eine hiermit verbundene verdeckte Parteienfinanzierung aufdecken.

14) Die Gauselmann-Gruppe verfügte nach eigenen Angaben bis Ende September bei ihren von der FDP erworbenen Firmenanteilen über Put-Optionen im Gesamtwert von 1,3 Millionen Euro. Welche dieser Put-Optionen wurden verlängert?

Es wurde die eigentlich zum 30.September dieses Jahres auslaufende Put-Option über € 600.000 verlängert.

15) Laut einem Aufsichtsratsprotokoll der Universum Online AG vom 30.5.06 war eine „Nachkalkulation der FDP Wahlkampf Projekte“ geplant, weil sich beim Bundestagswahlkampf im Jahr 2005 „aufgrund der seit Jahren gleichbleibend niedrigen Tagessätze und den dabei gestiegenen qualitativen Anforderungen an die Mitarbeiter der Universum Online AG“ die Deckungsbeiträge „zwangsläufig zum Negativen hin entwickelten“. Hat die FDP daraufhin Nachzahlungen geleistet, um die Deckungsbeiträge wieder mit den Kosten in Einklang zu bringen?

Die von Ihnen aus internen Papieren der Gesellschaft zitierte Aufforderung zu einer Nachkalkulation heißt keinesfalls, dass die Deckungsbeiträge, die „sich zum Negativen hin entwickelten“, nicht mit den Kosten in Einklang zu bringen waren. Es heißt, dass die geplanten Deckungsbeiträge dieser Dienstleistungslinie für den Plangewinn der Gesellschaft nicht vollständig erbracht wurden. Das ist leider in der Wirtschaft gelegentlich der Fall und führt zwangsläufig zu Nachkalkulationen, die ermitteln sollen, ob Kosten vermeidbar oder Erträge zu steigern sind. Die in der Universum Online AG durchgeführte Nachkalkulation führte zu einem strikteren Kostenmanagement und in der Folge zur teilweisen Anhebung der Tagessätze für die Zukunft. Nachzahlungen wurden nicht geleistet.

16) In der selben Aufsichtsratssitzung der Universum Online AG wurde beschlossen, auch die von der Universum Online AG mit dem LIPS abgewickelten Projekte einer Nachkalkulation zu unterwerfen. Hat der LIPS daraufhin Nachzahlungen geleistet?

Hier gilt zunächst das oben Gesagte. Für den Liberalen Parteiservice werden Projekte überwiegend als Werkverträge abgewickelt, die auf der Grundlage strukturierter Konzepte zu Festpreisen erworben werden. Es hat nach der von Ihnen zitierten AR-Sitzung keine Nachzahlung des LiPS gegeben; Für Folgeprojekte wurden aber die Kalkulationspreise der Leistungselemente teilweise nach oben korrigiert.

Wie Sie dem Ihnen vorliegenden internen Protokoll entnehmen können, wurden auch die Leistungen an andere relevante Kunden einer Nachkalkulation unterworfen.

via Stefan Niggemeier

Mittwoch, den 3. August 2011

Wie Exiſtenzen zerſtört werden (mit Natrag vom 19. 12. 2011)

Dieser Artikel ist erforderlich, weil die Verfolgung der vermeintlichen oder im Einzelfall vielleicht auch tatsächlichen Urheberrechtsansprüche durch die Content-Mafia immer wieder dazu führt, daß wichtige Aufklärungsvideos für Betrugsopfer (und Leute, die drauf und dran sind, es bald zu sein) bei YouTube gelöscht werden. Das nachfolgende Video ist zur Bekämpfung des Betruges bei und mittels eBay aber besonders wichtig.
Zudem wurde ich um die Möglichkeit gebeten, dieses Video der Löschroutine bei YouTube zu entziehen, damit dauerhaft darauf verlinkt werden kann. Dieser Bitte entspreche ich natürlich sehr gern.
 


Nachstehend die ursprüngliche Beschreibung zu dem gelöschten Video:

Es werden seit Jahren über Annoncen in Print- und Internet-Medien
eine größere Anzahl von sogenannten „Verkaufsagenten“ für Onlineauktionsplattformen angeworben.

Diese sollen im Auftrag einer nicht existenten Firma Ware einstellen
und das Geld der Käufer auf ein Konto im Ausland weiterleiten

!! Weder die Ware noch die Firmen existieren !!
! Das Ganze ist ein geschickt eingefädelter Betrug !

Wer auf ein solches Stellenangebot eingeht,
steht anschließend mit einem Haufen Schulden und sehr viel Ärger in Form von Betrugs-Anzeigen da.
Näheres siehe unter:

http://members.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewUserPage&userid=verkaufsagenten-betrug

Der Ablauf ist immer derselbe:

Auf die Bewerbung per eMail folgt sehr schnell eine Antwort durch eine(n) Mitarbeiter(in) einer Phantasie-Firma.
Der Bewerber bekommt eine Erklärung seiner Aufgaben
sowie die Zusage, dass die Ware direkt ab Lager von der Firma versendet wird.
Außerdem erhält er einen „Arbeitsvertrag“, den er unterschreiben und zurücksenden soll.

Der Verkaufsagent stellt also die Ware ein,
kassiert das Geld der Käufer und leitet es weiter auf das angegebene Konto.
Oder er lässt die Käufer direkt dorthin überweisen.

!! Die Ware jedoch wird niemals an die Käufer geliefert !!

Spätestens nach 10 Tagen fangen die ersten Kunden an, sich beim Verkäufer zu beschweren.
Und wenn dieser dann beim vermeintlichen Auftraggeber nachfragt, bricht der Kontakt sehr schnell ab.

Der Verkaufsagent ist in vollem Umfang haftbar für den entstandenen Schaden.

Er allein ist Vertragspartner der Käufer.
Er muss das verlorene Geld in voller Höhe ersetzen.
Er selbst hat niemanden, an den er sich zwecks Schadensersatz wenden kann,
denn alle Daten, die ihm von seinem vermeintlichen Arbeitgeber genannt wurden, sind frei erfunden.

Bei einer anderen, ähnlich aufgebauten Betrugsserie

werden die Opfer ebenfalls über Stellenanzeigen angeworben.
Allerdings soll hier das Geld auf ständig wechselnde Privat-Konten in Deutschland überwiesen werden.

Hier läuft der Betrug über zwei Stationen:

Die Inhaber dieser Bankkonten werden parallel zu den Verkäufern ebenfalls mit Annoncen angeworben.
Sie stellen ihr eigenes Konto gegen Provision für Einzahlungen zur Verfügung
und leiten dann die eingehenden Gelder ins Ausland, z. B. nach Paraguay weiter, siehe auch:

http://members.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewUserPage&userid=verkaufsagenten-betrug#Finanzagenten

Auch eine direkte Weiterleitung des Verkaufsagenten per ukash oder paysafe ist möglich.
Das Ergebnis ist am Ende aber dasselbe, das Geld der Käufer ist weg,
der Verkäufer muss es ersetzen.
Und ob der zumeist mittellose Finanzagent seinerseits Schadensersatz leisten kann, ist sehr fraglich.

Bei dieser Betrugsserie wird vor allem mit solide wirkenden Firmennamen gearbeitet

Besonders perfide dabei:

Der Täter legt bei irgendeinem Freemailer, meistens bei Freenet, eine private Domain an,
die große Ähnlichkeit hat mit der Domain einer bereits existierenden Firma.
Von dieser leeren Seite aus verschickt er dann eMails, die aussehen, als ob sie von der echten Firma kommen.

http://www.falle-internet.de/de/html/pr_vabtr.php

Plusminus 10.10.06

http://www.falle-internet.de

http://tinyurl.com/32ogdlk

http://community.ebay.de/topic/Sicherheit-F%C3%BCr-Verk%C3%A4ufer/Jobangebot-Heimarbeit-Verkaufsagent/1900012816

Folgende Konstrukte/Namen/Firmenbezeichnungen wurden bisher bekannt:

Lausitzer Versandhandel OHG
Lausitzerversand@aol.com
Lifestyle-4-U GmbH Berlin
ScheldLifestyle@aol.com
navegoshop@gmail.com
navegoshop.com
Infinito GmbH Köln
infinito-gmbh@t-online.de
Infinito-Gmbh.com
Toy Company S.A.
toycompany@arcor.de
rodris srl
rodris@t-online.de
info@master-technologics.de
master-technologics.de Lüdenscheid
Firma Multi Service GmbH Köln
Weigel.Multi-Service@t-online.de
MAL Electronics GmbH
Tauscher.Malelectronics.GmbH@t-online.de
Malelectronics.gmbh@t-online.de
MALElectrics.GmbH@t-online.de
Reilingen
Makoma GmbH
jobs@makoma-gmbh.de
Hamburg
DigiStore Euskirchen
Office Max Officemax
ramonaberens@yahoo.com
Techstore GmbH
techstore@t-online.de
gruber.techstore@t-online.de
JL Trading GmbH
info@jl-trading.com
MERCADO FOX S.R.L.
fox.mercado.srl@gmail.com
MonaLisa S.R.L.
Next Futuro S.R.L.
Sieber_Team@yahoo.de
sieber-gmbh@arcor.de
Export Trade 24 S.R.L. export.trade24@googlemail.com
Vortexhandel gmbh vortexhandel@aol.com
dtg24-gmbh.com DTG 24 GmbH
ci-service-kommanditgesellschaft.de CI-Service e.K.
WareWerte GmbH
vixbay
emv-handels-gmbh.de
mercadouno.de
trend export enterprices srl
osf-logistik-zentrum.de
osf-logistik.de
Giselle Alfonso
PrecioLoco S.R.L. precioloco srl
precioloco@rocketmail.com
adeo discount
Gloria Fox
Gloria Soto
Rocio de Soto
Guido Carlos Centurion
Arnaldo Andres
FoNoLuZ S.R.L.
Fonoluz.SRL@gmail.com
Johana Pineda
Giselle Johana Alfonso Pineda
H. Alderete
Karen Delfino

Aktuell verwendet wird folgendes Konstrukt:

Elektroshop Wagner e.K.
– Cordula Wagner –
– Jutta Meibach –

Heinrich Neeb Str.17
35423 Lich
FAX: 0911-30844-03280
Elektroshop.Wagner@t-online.de
wagnervertrieb@aol.com
meibachcontroll@aol.com

Im Arbeitsvertrag erscheint zusätzlich noch eine

AS-Resell Place-Holding oder

Sellex / Elektrosell PLACE-HOLDING
Karl-Grillenbergstr. 33
90403 Nürnberg

in Kooperation mit der Elektroshop Wagner e.K.

yahoo-Messenger:
meibachjutta@yahoo.com

Karen Soto (als vorgebliche Geldempfängerin in Paraguay)

 


Nachtrag 19.12.2011:
 
Hinzugekommen ist nachfolgend aufgeführtes Konstrukt:

Firma Kontra GmbH

Die Bewerbungen sollen an

kontragmbh@aol.com

geschickt werden. Eine Antwort bekommt der Bewerber von der

Kontra GmbH

Gabriele Steinbach
-Personalchefin-
Schertlin Str.17
81379 München

Eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Müchnen unter: HRB 145938

Im Arbeitsvertrag erscheint zusätzlich noch eine

MVL Logistik GmbH & Co.KG
Edisonstraße 39
90431 Nürnberg
HRA:13576 AG Ansbach
UST-IDNr.- DE 131940716

In Kooperation mit: Kontra GmbH

Ansprechpartner Verkauf:

fleischer.control@aol.com
Frau Steffi Fleischer

yahoo-Messenger:
steffi.kontra_mvl@yahoo.com

Montag, den 18. April 2011

Kaffee am Montagmorgen (31)


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